| Karl Pümpin Schweienring 14 4460 Gelterkinden |
. 2. April 2000 An die Damen und Herren |
Homepage von Gelterkinden.
Sehr geehrte Damen und Herren
Seit dem 3.August 1999 führe ich eine Homepage mit dem Thema
"Gelterkinden". http://home.datacomm.ch/4460.
Dazu habe ich folgende Punkte zu bemerken:
1. Wöchentlich aktualisiere ich die
Gemeindenachrichten. Wenn ich in Zukunft die Daten dazu in
digitaler Form von Seiten der Gemeinde erhalte, ist dies für
mich eine grosse Erleichterung.
2. Gerne werde ich auch, mir in digitaler Form zur Verfügung
gestellte Dateien von öffentlichem Interesse, d.h. Gesetze,
Verordnungen und Reglemente (z.B. Hundehaltungsreglement) in die
Page einbauen.
| 3. Meine Page ist bereit den Namen: www.gelterkinden.ch zu tragen. Von meiner Seite ist weder mit Herstellungs-, Unterhalts- noch mit sonst welchen Kosten zu rechnen. Mit der Namensänderung wird die Page Gemeindebesitz und ich werde meine Eigentumsrechte abtreten. Gerne werde ich die Page weiterhin unentgeltlich wöchentlich aktualisieren. |
4. Layout, Inhalt, u.s.w.: Für Anregungen und
Mutationen habe ich ein offenes Ohr und lasse jederzeit mit mir
darüber reden.
Ich hoffe auf einen positiven Entscheid.
| Mit freundlichen Grüssen Karl Pümpin |
Nach dem Absenden dieses Briefes geschah
mal nichts, keine Eingangsbestätigung, keine Kontaktname, kein
Interesse, einfach nur ein grosses Nichts!
...da konnte ich die Antwort erahnen.
Antwort erhalten am 27. Mai, d.h. 8 Wochen später.
Sehr geehrter Herr Pümpin
Wir danken Ihnen für das von Ihnen unterbreitete Angebot, den Internetauftritt der Gemeinde Gelterkinden zu gestalten. Der *Gemeinderat* hat an seiner gestrigen Sitzung beschlossen, diesen Auftrag dem Kanton Basel-Landschaft zu übergeben. Es tut uns leid Ihnen keinen besseren Bescheid geben zu können.
Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute und grüssen Sie freundlich.
| Der Gemeindepräsident / Baader |
Der Gemeindeverwalter Plattner |
*Gemeinderat*
Baader / Bossert / Brenna / Gahlinger /
Mangold / Ruesch / Schaub
Ich
wollte nicht für teures Geld der Gemeinde etwas
andrehen! |
Ernüchterung.
Punkt 1. & Punkt 2. Leider kann
meine inoffizielle Gelterkinderpage nicht so aktuell sein wie die
Offizielle. Es wird mir nichts zur Verfügung gestellt.
Punkt 3. Es wird immer gejammert man finde niemand, die Bürger
würden sich nicht mehr fürs Gemeinwohl zur Verfügung stellen
... und wenn ..., dann dies!
Punkt 4. Ich war bereit auf jegliche Wünsche der
Gemeinde einzugehen
... und so hätte es auch aussehen können Beispiel.
Auch ich hätte auf Wunsch eine einfache
Page ohne Schnickschnack
machen können. Alles hätte funktioniert. Die Daten hätte ich,
wie z.B. die Redaktion des Anzeigers, als Mail von der Gemeinde
erhalten. Alles wäre problemlos gelaufen. -Immer aktuell!
Wenn jemand nicht die Fähigkeit besitzt eine neue Materie
zu begreifen, sich in Fremdes einzuarbeiten, dann denkt er
leicht, andere können dies auch nicht und so entstehen
Falschurteile. Ich frage mich, wie viele solcher Fehlentscheide
dieser *Gemeinderat*
schon gefällt hat. Es kehrt mir den Magen wenn ich mir
vorstelle, dass mit meiner Gemeindesteuer Sachen finanziert
werden, die ich kostenlos und mit Freude selbst gerne erledigt
hätte. "Verdammt noch mal". Ich möchte diesen arroganten und diskriminierenden *Gemeinderat* am
liebsten ohrfeigen.
*Und hier nochmals die Namen*
Baader / Bossert / -Brenna- / -Gahlinger- / Mangold / -Ruesch- / Schaub
Durchgestrichen
bedeutet nicht mehr im Amt oder Rücktritt angekündigt.
Wenn keine(r) mehr im Amt ist werde ich meinen Seelenfrieden
wieder haben und Gelterkinden bestimmt einen besseren
Gemeinderat.
Anfangs November 07 Schwupps waren`s nur noch drei.
15. November 07: Ein Freudentag; nun nur noch eine!
Weshalb wurde mir keine
Begründung für den abschlägigen Entscheid abgegeben?
Es nötigt mich eine Handvoll Vermutungen anzustellen:
Diese Page hätte die Gemeinde
gerade mal lächerliche CHF 150.- jährlich gekostet (Server- und
URL-Gebühren). Vieles hätte gespart werden können.
Aktualisation und Erweiterung der Homepage hätten auf Wunsch
auch vom Gemeindeverwalter oder sogar von einer Kanzleilehrtochter oder einem Kanzleilehrling gemacht werden können, denn das Homepagebauen und das Unterhalten ist
kinderleicht. Die
dazu benötigten Programme (Designer und Uploader) hätten gratis
als Freeware vom Internet heruntergeladen werden können. Ich
hätte die Lehre in diese "Kunst" an
Gemeindeangestellte gerne kostenlos weiter vermittelt.
Aber eben, vergessen wir
nicht: Hier Gelterkinden, hier steiniger Boden.
(Willkür,
Selbstherrlichkeit, Arroganz, Verachtung, Diskriminierung).
Was in www.ruenenberg.ch und auch anderswo problemlos geht, dass
ein Einwohner diesen Job übernimmt, funktioniert bei uns nicht.
| Lieber Gemeindepräsident, lieber *Gemeinderat*, deine Geringschätzung gegenüber meiner Person wird von mir postwendend erwidert. |
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Baupolier mit eidg. Fachausweis, autodidaktischer Webmaster von "Gelterkinden inoffiziell" und vielen anderen Pages. |
1.07.2004 Postskriptum.
Das Ganze hat noch einen rechtlichen Aspekt: http://www.baselland.ch/docs/recht/sgs_4/420.0.pdf
Das Gesetz über öffentliche Beschaffungen leitet die Vergabe von u.a. Dienstleistungsaufträgen von Gemeinden, setzt Massstäbe, dass niemand diskriminiert wird und regelt die wirtschaftlichste Vergabe.
A. Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Zweck
Der Kanton will mit diesem Gesetz:
d. die Gleichbehandlung
aller Anbietenden gewährleisten
§ 3 Gegenstand
Dieses Gesetz gilt für sämtliche Vergaben, die der Erfüllung
öffentlicher Aufgaben dienen, namentlich für: c. Dienstleistungsaufträge
§ 4 Auftraggebende
Dieses Gesetz gilt für Kanton, Gemeinden
und andere Träger kantonaler oder kommunaler Aufgaben
C. Vergabeverfahren
§ 9 Grundsätze
Bei den Vergaben sind folgende Grundsätze einzuhalten:
b. in keiner Phase des Verfahrens dürfen Anbietende diskriminiert
werden
c. die zur Verfügung stehenden Mittel müssen wirtschaftlich verwendet
werden
E. Öffnung, Prüfung, und Zuschlag
§ 26 Zuschlag
Der Zuschlag erfolgt auf
das wirtschaftlich günstigste Angebot !!!
G. Beschwerdeverfahren
§ 30 Verfahren
Beschwerden sind samt Begründung innerhalb von 10 Tagen nach
Eröffnung des Zuschlages oder der schriftlichen Begründung an
das Verwaltungsgericht zu richten.
Leider habe ich mich erst jetzt
im Internet schlau gemacht und bin nun laut § 30 um über 4
Jahre zu spät, um ans Verwaltungsgericht zu gelangen!
Glück für den Gemeinderat, denn wirtschaftlich günstiger als
gratis geht es wirklich nicht mehr, das Recht wäre zu 100% auf
meiner Seite gestanden!
So bleibt mir nichts Anderes übrig als diesem Gemeinderat
die rote Karte zu zeigen!
Zu verstecken braucht sich meine Page nicht, wie ich immer wieder
von Einwohnern lobend zu hören bekomme.
Gelterkinden braucht einen "Wind of change".
Aber eben, jedes Dorf hat den
Gemeinderat den es verdient!
Vermehrt wurde ich von Seiten der Gemeinde telefonisch (Herr Peter Plattner) und per E-Mail (Frau Theres Bitterlin) gebeten meine Seite "Gelterkinden" zu löschen, da sie nicht immer aktuell sei und deshalb die Einwohner mit falschen Angaben gefüttert und damit irritiert werden. Ich werde der Gemeinde stur diesen Wunsch nicht erfüllen, wäre es doch für die Kommune einfach Änderungen auch mir mitzuteilen! So bleibt der Gemeinde nichts anderes übrig als auf meinen Alzheimer, Hirnschlag, meine Altersmüdigkeit oder meinen finalen Abgang zu warten, was ich allzugerne, so das Schicksal will, noch um Jahre hinauszögern möchte.
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(1942), Baupolier mit eidg. Fachausweis, autodidaktischer Webmaster von "Gelterkinden inoffiziell" und vielen anderen Pages. |